GANZHEITLICHES DENKEN UND SELBSTERKENNTNIS

Die gegenwärtige westliche Zivilisation hat manche Errungenschaft und ein konstantes Wachstum auf materieller Ebene hervorgebracht, gleichsam jedoch ist vielen Menschen die spirituelle Lebensausrichtung verloren gegangen.
In einer Zeit, in der Wissenschaft, Technik, Fortschritt und analytisch-rationales Denken vorherrschend sind und sich das Leben hauptsächlich an der Oberfläche des Seins abspielt, hat sich eine große Lücke gebildet, was das ganzheitliche Weltbild und Elemente wie Innenschau und Einkehr anbelangen.
Viele Menschen verspüren deshalb eine Art innere Leere.
Um diese Leere zu überwinden, ist es ratsam, den eigenen Wunsch nach Wachstum und Erweiterung auf eine tiefere innere Ebene zurück zu verlegen und sich einer philosophisch-spirituellen Grundlage des Lebens anzunähern.
Fragen wie „Wer bin ich?“, „Woher komme ich?“,„Wohin gehe ich?“ benötigen eine ganzheitliche Dimension und ein Verlegen der Suche von Außen nach Innen, um ausreichend Beantwortung finden zu können und den Weg vom „Ich“ zum „Selbst“ zu beginnen.
Unsere Kultur verfügt über eine alte und umfassende philosophisch – esoterische Tradition, die uns zurückführt zu einer ganzheitlichen Sicht des Lebens und des Menschen.
Dieser Seminarzyklus ist aus dem Wunsch entstanden, Inhalte zu vermitteln, die es ermöglichen, das entstandene innere Vakuum wieder mit wirklichem Lebens-Sinn zu füllen. Die Seminare sind so aufgebaut, dass sie schrittweise in wichtige Themen des ganzheitlich-spirituellen Gedankengutes unserer westlichen Kultur einführen. Dies kann als ein Instrument gesehen werden, welches ein tieferes und umfassenderes Begreifen der menschlichen Existenz in dieser Welt ermöglicht.

SEMINAR 1 (ZWEI WOCHENENDEN)

ZWISCHEN WELT UND KOSMOS

Einführung in das hermetische Weltbild und die universellen Gesetze

Die hermetische Philosophie betrachtet den Menschen als ein kosmisches Wesen, als eine Körper-Seele-Geist-Einheit.
Der Mensch existiert nicht einfach nur durch das Leben in der materiellen Welt, sondern ist vielmehr eingebunden in größere Zusammenhänge, die ihn in Verbindung mit universellen Kräften und geistigen Gesetzmäßigkeiten bringen. Die irdische Existenz wird als ein Entwicklungsweg angesehen, auf dem der Mensch berufen ist, wichtige Prüfungen zu durchwandern, die ihn reifer und bewusster machen und ihn seine göttliche Natur erkennen lassen.
Die hermetische Lehre führt diese Sicht mit dem Analogiegesetz „so wie oben, so auch unten“ ein und auch Paracelsus formuliert später, dass „Mikrokosmos gleich Makrokosmos“ sei. Es wird damit das Vorhandensein einer größeren Wahrheit angenommen, einer kosmischen Intelligenz Gottes oder auch einer Einheit, aus der heraus die Welt der tausend Formen entsteht.
Diese Welt wird vom Gesetz der Polarität regiert. Alles erscheint gespalten und dual. Auch das Bewusstsein des Menschen ist gespalten. Deshalb benötigt der Mensch seine Umwelt um sich in seiner Ganzheit wahrzunehmen.
Das Resonanzgesetz erklärt, wie sehr die Umwelt immer unser Spiegel ist, auch im Falle von Widrigkeiten, Unglücksfällen und Krankheit. Projektion, Schatten und das Unbewusste werden damit zu grundlegenden Themen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis, den der Mensch berufen ist, zu beschreiten, um sich zu verändern, zu entwickeln und „ganz“ zu werden. Es handelt sich um einen Weg, der es ermöglicht, den Menschen zu seiner göttlichen Essenz, zu seinem wahren Selbst zurückzuführen.

SEMINAR 2 (VIER WOCHENENDEN)

DIE ASTROLOGISCHEN ARCHETYPEN EINFÜHRUNG IN DIE KOSMISCHEN URKRÄFTE

Die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser und die dazugehörigen zwölf astrologischen Archetypen können als Prinzipien verstanden werden, die universellen Kräften und Gesetzmäßigkeiten Ausdruck verleihen.
Es handelt sich um Urprinzipien, die die Welt bedingen und sich in ihren unzähligen Formen manifestieren. Diese Grundbausteine des Lebens sind als Kräfte in allen konkreten Erscheinungen enthalten: in den Planeten, in den Jahreszeiten und Monaten, in Orten und Situationen, in Landschaften und Regionen. Analogien sind ebenso in der Natur zu finden, in uns Menschen, in unseren Berufen, Gemütszuständen, in den Arten des Denkens und Handelns, in den Wechselfällen des Lebens, in Krankheitsbildern und Symptomen.
Die astrologischen Urprinzipien kennen zu lernen und zu verstehen, wie sie sich auf allen Ebenen des Seins manifestieren, kann eine große Hilfe sein, unsere Entwicklungsaufgaben in der konkreten Welt mit all ihren Auf- und Herausforderungen besser anzugehen.
Die Urprinzipien sind wie ein Schlüssel, der uns die Sprache des Lebens begreifen lässt. Ihren symbolischen Ausdruck finden sie im astrologischen Tierkreis mit seinen zehn Planeten und zwölf Sternzeichen. In einem solchen Licht erscheint der Tierkreis als ein vollständiges symbolisches System für die Entschlüsselung des Lebens.

Erster Teil: Das Element Feuer und die Zeichen Widder, Löwe und Schütze
Zweiter Teil: Das Erdelement und die Zeichen Stier, Jungfrau und Steinbock
Teil drei: Das Element Luft und die Zeichen Zwillinge, Waage und Wassermann
Vierter Teil: Das Wasserelement und die Zeichen Krebs, Skorpion und Fische

SEMINAR 3 (EIN WOCHENEND)

DER JAHRESLAUF ALS SYMBOL DES LEBENS UND DES MENSCHLICHEN ENTWICKLUNGSWEGES

„Alles Leben ist Rhythmus“ sagt Rudolf Steiner. Alles Leben ist ein ständiger Wechsel zwischen zwei entgegen gesetzten Polen.
Wie das Jahr ist auch das menschliche Leben bestimmt von einem ewigen Kreislauf, in dem Ende und Anfang, Sterben und Neubeginn immer ineinander übergehen.
Den Wechsel der vier Jahreszeiten und der zwölf Sternzeichen des Tierkreises symbolisch zu verstehen lernen und die Analogien mit dem menschlichen Leben darin zu erkennen, führt zu einem größeren Verständnis der Entwicklungsstufen, die wir zu beschreiten haben.
Der Frühling mit seiner Kraft des Erwachens ist Symbol für Geburt und Kindheit; die Aussaat und das Erblühen der Natur entsprechen der Jugend und Adoleszenz.
Das Wachstum und die Fülle des Sommers symbolisieren das Erwachsenwerden und die materiellen Errungenschaften. Die Mitte des Jahres und die Ernte sind wie die Lebensmitte eine Zeit der Reife und gleichsam der Beginn des Rückweges.
Das Verblühen des Herbstes entspricht dem Rückzug und der großen Metamorphose.
Der Winter ist Symbol der Rückbesinnung auf das Selbst und der im Sterben innewohnenden Ruhe. Hier wird im Moment tiefster Dunkelheit neues Licht geboren, was zu einem neuen Leben, zu einem neuen Frühling führt.

SEMINAR 4 (EIN WOCHENDE UND EIN RESIDENZIALE)

SPIRITUELLE RÜCKVERBINDUNG DURCH GEBET, MEDITATION UND KONTEMPLATION

Costruire la casa interiore e meditare a Natale

„Re-ligio“ meint im eigentlichen Sinne auch das „Sich – Rückverbinden“ mit dem Ursprung, dem All-Einen, Gott, mit der Einheit.
In diesem Zusammenhang haben Praktiken wie Gebet, Meditation und Kontemplation eine grundlegende Bedeutung.
Um die existentielle Leere wieder zu füllen und sich seiner eigenen Spiritualität wieder bewusst zu werden, ist es neben der Kenntnis der universellen Gesetzmäßigkeiten erforderlich, in direkten Kontakt zu unserer Seele zu treten. Die Seele ist der Mittler zwischen Körper und Geist. Ihre Botschaften anzuhören, bedeutet einer höheren Instanz in uns Raum zu geben, jener inneren Meisterin, die allein es versteht, uns zu führen. Mit unserer Seele in Verbindung zu treten und die Kraft des Geistes in uns zu spüren, ist eine große Hilfe auf unserem Weg und unabdingbar für jeden, der sich dem spirituellen Bewusstsein annähren und sein Leben in innerer Fülle leben möchte.